die innige vereinigung zweier liebender seelen – der ginkgo

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der ginkgobaum entstammt der urzeit und hat sich bis heute in seiner ursprünglichen form erhalten. er ist also eine art lebendes fossil.
ursprünglich kommt der ginkgo aus china, aber inzwischen findet man ihn fast weltweit, weil er gerne angepflanzt wird.
seine ledrigen blätter sollen helfen, unser gefäßsytem besser zu durchbluten und dadurch gegen vielerlei zivilisationskrankheiten zu wirken.

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wir haben in unserem garten einen ginkgobaum.
ich las mal, dass das zweilappige blatt die innige vereinigung zweier liebender seelen darstellt.
in asien gilt er als symbol für hoffnung, langes leben, fruchtbarkeit, lebenskraft und unbesiegbarkeit.
wohl desshalb trug meine mutti immer ein getrocknetes blatt von diesem baum in ihrer tasche.

bevor er nun in den nächsten tagen sein diesjähriges kleid ablegt, um kraft für das nächste jahr zu sammeln, habe ich einige blätter in öl eingelegt und püriert und eine handvoll davon als tee gekocht. in der seife verwendet soll er die haut straffen, die zellerneuerung und durchblutung fördern und so der haut ein strahlendes, frisches aussehen verleihen. für das größtmaß an pflege ist die seife sehr hoch mit 23% überfettet.
nicht dass es nötig wäre, ich bin trotzdem gespannt 🙂

Minolta DSC
Minolta DSC

sie ist etwas weicher als die normalüberfetteten seifen. beim ersten anwaschen schäumt sie allerdings schon sehr cremig, kleinblasig. sie duftet nach ginkgo-limette und mango. die farbe kommt allein von den pürierten ginkgoblättern und wahrscheinlich vom grünen olivenöl.

Minolta DSCMinolta DSC

zum rezept

 

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35 Kommentare

  1. er hat mich immer fasziniert, der Ginkobaum und aus Weimar nahm ich mir vor Jahren vom Baum gefallene Blättchen mit *g*.

    Die Seife davon finde ich hochinteressant und auch andere habe ich entdeckt bei Dir, die mir sehr gefallen. Seife ist etwas besonderes und ich kaufe immer welche, die ich Duft und Rezept gut finde. Vom Aussehen her muß sie mir dann auch noch gefallen u. schon kann ich nicht widerstehen…

    Wie kann ich denn bei Dir kaufen?
    Wie wäre es, wenn Du mir eine Mail schreibst.
    Es wäre vielleicht das Einfachste.

    Wo ich Dir begegnet bin, hast Du sicherlich schon bemerkt *grins*

    LG von Bruni

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    1. ein herzliches hallo liebe bruni, wie schön, die hier zu lesen 🙂
      wir sind uns schon öfter begegnet 😉 so virtuell.

      die blätter von unserem baum im garten sind noch immer sehr gelb an den ästen. sie fallen jeden moment wahrscheinlich alle auf einen schlag. 🙂

      ich schreibe dir gerne eine mail. doch hier kann ich schon sagen,
      dass ich die seifen nicht verkaufe.

      ganz herzliche grüße von kerstin

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      1. alles gut und der Tausch wird nun gemächlich eingeleitet – ich meine von meiner Seite aus 🙂
        Es war ein wunderfeines Paketchen, was da bei mir ankam.

        Liebe Grüße von Bruni

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  2. Boah! Ich bin gerade hin und weg. Die Idee ist genial und die Seife ein Traum.
    Es fasziniert mich jedes Mal, wie wunderschön so schlichte und natürliche Seifen sein können.
    Ich habe mehrere so hoch überfettete Seifen ….du wirst sie lieben 🙂
    LG

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    1. guten morgen LiSa ! danke für deine worte. ich habe sie schon angewaschen und bin auch begeistert. und ich werde tatsächlich öfter hoch überfetten. das gefällt mir sehr gut.
      ♥liche grüße kerstin

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    1. guten sonntag liebe eva! ich freue mich über deinen besuch hier sehr! 🙂
      danke dir für deine worte. ich mag diese auch unheimlich gern. es ist was anderes als die kunstvoll gefärbten.
      viele grüße

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  3. Oh, die Bilder sind eine Augenweide, in der Tat! Nun aber auch noch etwas Ginkgo-Schelte: ich habe mal in einer Ginkgo-Straße gewohnt. Baummänner wie -weiber werden im Herbst herrlich gelb, aber die Baumweiber tragen dann Früchte von scheußlichem Geruch. Die machen einen schmierigen Matsch auf dem Bürgersteig, daß es den Himmel erbarm –!

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    1. hallo lakritze!
      ja, die fangen im alter zwischen 20 und 35 jahren an zu blühen. und wenn dann beide in windnähe stehen, also männlein und weiblein, dann gibts die frucht. diese enthält eine art buttersäure. daher der gestank. der ist furchtbar!
      unser baum ist erst 10 jahre alt. in der näheren umgebung gibt es nur noch einen einzigen. und wenn wir glück haben, ist er nicht das gegenstück 😉

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  4. Goethe liess sich davon zu einem wunderbaren Gedicht inspirieren: Ginkgo Biloba

    Dieses Baumes Blatt, der von Osten
    Meinem Garten anvertraut,
    Gibt geheimen Sinn zu kosten,
    Wie’s den Wissenden erbaut.

    Ist es ein lebendig Wesen,
    Das sich in sich selbst getrennt?
    Sind es zwei, die sich erlesen,
    Dass man sie als eines kennt?

    Solche Fragen zu erwidern
    Fand ich wohl den rechten Sinn.
    Fühlst du nicht an meinen Liedern,
    Dass ich eins und doppelt bin ?

    Johann Wolfgang von Goethe 1815

    Gefällt 3 Personen

    1. ich liebe ihn ♥ den baum 🙂 aber bisher habe ich noch keinen tee oder sonstiges von ihm probiert. obwohl ich sonst nicht so zimperlich bin und alles mögliche koste, was der garten so hergibt. das sollte ich vielleicht mal ändern 🙂

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    1. 🙂 ja, sie gefällt mir toll. ich sollte öfter höher überfetten! und danke dir. die fotos sind noch vom sonntag. da war es ja noch sehr sommerlich. ich denke jetzt am wochenende schmeißt der baum alle blätter ab.
      das gibt einen wunderschönen gelben teppich 🙂

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