ostern

frühlingsgefühle

plötzlich und voller sehnsucht erwartet kommt der frühling.

heimlich haben sich die schneeglöckchen durch alte blätter und zweige geschoben.
die krokusse strahlen mit meiner neuen seife um die wette.

nachdem alle meine seifenvorräte verwaschen, verschenkt und verschickt sind, war dringend siedezeit.

ich habe fast drei kilo seife produziert und freue mich sehr darüber, dass diese hier schon kinderaugen zum glänzen gebracht haben.

außerdem ist bald ostern – glaube ich.
da will das eine oder das andere seifen-ei versteckt werden.

mit dieser seife nehme ich am siederwettbewerb von san savon teil.
drückt mir die daumen.

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seidenhaut-rezept

ostersonne

im altertum glaubten die menschen, dass die sonne am ostermorgen tanzen würde.
um ihr tanzen zu sehen, ging man mancherorts frühmorgens auf die berge.
man begrüsste die tanzende sonne, in dem man selber tanzte.
wer den tanz verpasste galt als verhext.

als urfeuer wurde die sonne in vielen kulturen verehrt.
die osterfeuer stammen wahrscheinlich aus heidnischer zeit.
mit ihnen wurde im frühjahr die sonne begrüßt, um fruchtbarkeit, ernte und wachstum zu sichern.

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am abend des ostertages leuchteten von den anhöhen die osterfeuer,
brennende räder rollten ins tal und leuchtende scheiben wurden in hohen bögen über die felder getrieben. so weit der Lichterschein dieser feuer reichte, brachte er dem land glück und gedeihen.
im feuer wurde häufig eine strohpuppe verbrannt – ein sinnbild des sterbenden winters.

meine ostersonne duftet nach erdbeeren und rhabarber.
ich werde sie an ostern verschenken als mein persönliches osterfeuer und mein abschied vom winter.

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