ostersonne

im altertum glaubten die menschen, dass die sonne am ostermorgen tanzen würde.
um ihr tanzen zu sehen, ging man mancherorts frühmorgens auf die berge.
man begrüsste die tanzende sonne, in dem man selber tanzte.
wer den tanz verpasste galt als verhext.

als urfeuer wurde die sonne in vielen kulturen verehrt.
die osterfeuer stammen wahrscheinlich aus heidnischer zeit.
mit ihnen wurde im frühjahr die sonne begrüßt, um fruchtbarkeit, ernte und wachstum zu sichern.

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am abend des ostertages leuchteten von den anhöhen die osterfeuer,
brennende räder rollten ins tal und leuchtende scheiben wurden in hohen bögen über die felder getrieben. so weit der Lichterschein dieser feuer reichte, brachte er dem land glück und gedeihen.
im feuer wurde häufig eine strohpuppe verbrannt – ein sinnbild des sterbenden winters.

meine ostersonne duftet nach erdbeeren und rhabarber.
ich werde sie an ostern verschenken als mein persönliches osterfeuer und mein abschied vom winter.

zum rezept

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41 Kommentare

  1. Oh, Kerstin sind die schön! Leider kann ich mich nicht an dem religiösen Ostern erfreuen und auch nicht an den Bräuchen; doch es spricht nichts gegen eine schöne Dekoration. Diese Seife ist einfach wunderschön! Da hast du dir aber viel Mühe gegeben, sie leuchten ja direkt! Wirklich schön anzusehen.
    Übrigens habe ich auch schon meine ersten Seifen fabriziert. Allerdings nur mit einer Farbe und ohne Zusätze, nur Geruch. Aber für das erste Mal sind sie schön geworden. Dank deiner Inspiration. 🙂 Liebe Grüße

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    1. liebe maxi 🙂 wie ich mich freue über deine worte!
      das leuchten kommt von diesem lumigreen. das ist eine wahnsinnsfarbe! ❤
      ich kann übrigens mit diesen religiösen osterbräuchen auch nichts anfangen. für mich ist die gemeinsame familienzeit an diesen tagen wichtig. wir essen zusammen, reden. und wir sind dann zusammen viel draußen. frühling gucken 🙂

      und BITTE! darf ich deinen erstling sehen? ich bin begeistert, dass du angefangen hast! 🙂
      ich würde mich sehr über eine mail mit foto freuen.
      liebe grüße an dich!

      Gefällt 1 Person

    1. hihi, deine fotos sind toll und es sieht gemütlich aus bei euch.
      unser osterfeuer ist eher zu einer feuerwehrparty mit viiiiel alkohol verkommen. ich mag gar nicht hingehen.
      ganz liebe grüße von mir!

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  2. Liebe Kerstin,
    ich glaube, ich bin auch nun verhext *g* Vor lauter Bewunderung deiner tollen Fotos und der Erklärung der Osterbräuche habe ich doch auch glatt vergessen zu tanzen! Ich sehe nur noch Seifeneier… wunderschöne Seifeneier…. Seifeneier in wunderbaren Farben. Wenn ich nicht ahnen würde, dass sie aus Seife sind, würde ich glatt hineinbeißen wollen, so appetitlich sehen sie aus. Wenn mir dann noch der Seifenschaum aus dem Mund quillen würde, steckt man mich bestimmt noch in den Hexenkeller und nimmt mir meinen Besen weg. … Ach, ich spinne mal wieder ein wenig in mir herum, glaube ich *lach*

    Eine tolle Idee hast du da gekonnt umgesetzt … Ich komme ins Schwärmen und kann mir super gut vorstellen, dass deine Kreationen ganz wundervoll duften ❤
    Wünsche dir einen wunderbaren Tag
    Liebe Grüße
    Heike

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    1. haha 😀 liebe heike, DANKE und
      sie sehen tatsächlich aus, wie erdbeer-zitroneneis! und sie duften auch so.
      im übrigen habe ich sogar mal gelesen, dass im mittelalter die seife zur inneren reinigung eingesetzt wurde. keine ahnung, ob das stimmt 🙂
      ich mache ja, bevor ich sie benutze oder verschenke einen sogenannten ‚küßchentest‘. dabei hält man die zungenspitze an die seife. wenn es bitzelt (wie wenn man früher die zunge an eine baterie gehalten hat 🙂 ), dann ist die verseifung noch nicht abgeschlossen und die seife noch nicht fertig.
      dabei habe ich festgestellt, dass seife aus nussölen zum beispiel, gar nicht schlimm ’schmeckt‘. bestimmte öle nutzt man darum auch für zahnseife.
      die habe ich allerdings noch nicht benutzt.

      ich wünsche dir einen guten blick gen himmel heute ❤
      liebe grüße von mir

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      1. Liebe Kerstin,
        sorry, habe nun erst gesehen, dass ich dir hierauf noch gar nicht geantwortet habe.

        Naja, so „Küsschentest“ bei Seife zu machen, da zieht sich mir alles im Munde schon beim Gedanken zusammen *hihi*
        Kann ich mir nicht vorstellen, dass ich das bewusst tun könnte.
        Vielen lieben Dank auch für deine kleine Einführung in Warenkunde 😉 Ich finde es total interessant und ich sagte dir ja bereits, dass ich mich gerne selber mal daran versuchen möchte. Du hast mich nun noch mal einen Schritt weiter gebracht und meine Neugier weiter geweckt. Wenn ich wirklich beginne, dann berichte ich dir natürlich!
        Wünsche dir nun einen wunderbaren Mittwoch voll schäumender Seifenkreativität
        LG Heike

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      2. ich bin wirklich seeehr gespannt auf seifenkreationen von dir!
        den küßchentest mache ich gern. schließlich möchte ich keine seifen verschenken, die eventuell noch ätzend sind. 😉
        denn gleich nach dem einfüllen und wenn die seife auch schon hart ist, ist die verseifung ja meist noch nicht gleich abgeschlossen. das dauert seine zeit. 🙂

        ich bin gespannt! lass es mich wissen, falls du fragen hast.
        liebe grüße
        kerstin

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      3. Das mache ich auf alle Fälle, liebe Kerstin 😉 Muss nur noch schauen, wann ich genügend Zeit finde, die benötigten Dinge zu kaufen und dann noch die Zeit, um alles unter Schaum zu setzen *g* Am besten, wenn ich Urlaub habe, da die Wochenenden immer so vollgepackt sind. Voller Dinge und Enkeln und Familie, die in der Woche wegen Arbeit das Nachsehen haben müssen 😉
        Ich wünsche dir einen wundervollen Sonntag, in dem die Traumseifenblasen niemals platzen mögen *lächel*
        Liebe Grüße Heike

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  3. Sie sind hochinteressant, die Osterbräuche, alle, und in jeder Region waren/sind sie ein wenig anders.

    Heidnisch klingt immer so ungläubisch, ohne Gott und ohne Gottheit und doch ist es so, daß es sich um einen alten innigen Glauben handelte, der zum Teil auf äußerst gemeine und mordende Weise nach und nach ausgelöscht wurde unde alles im Namen Christi…

    Die christlichen Feiertage wurden geschickt in die gleiche Zeit gelegt u. keiner dachte mehr an die Ursprünge.

    Wie schön,daß Du so ausführlich darüber schreibst, liebe Kerstin.

    Deine österliche Seife ist wunderschön, liebe Kerstin, sieht aus, als trüge sie selbst die alten Bräuche u. das Frühlingserwachen in sich und ich glaube, sie ist mit so viel Liebe hergestellt, daß es sich nun auch im Aussehen ausdrückt.

    Gefällt 2 Personen

    1. liebe bruni! ja, diese christlichen geschichten sind nicht so ganz meine welt. ich bin ohne sie groß geworden und kann mich auch heute nicht darin wiederfinden.
      das osterfest wurde, wie du schon sagst, von der kirche übernommen. die wurzeln gehen viel weiter zurück und machen für mich einfach auch mehr sinn!
      dass für dich die liebe, der frühling und meine lebensfreude in der seife zu finden sind, macht mich glücklich, liebe bruni.
      herzliche grüße

      Gefällt 2 Personen

  4. Mir gefällt sehr, wie deine fröhlichen Seifen selbst dem Frühling Konkurrenz machen.
    Wenn mit ihnen der Winter nicht endgültig vertrieben wird, womit dann…
    Fast kann ich sie rieche, ein Ostergeschenk, so wer voll wie Osterwasser.
    Wenn du es dir holst, darfst du kein Wort sprechen, dann damit das Gesicht waschen und du bleibst in jedem Alter schön;-).
    Meine liebsten Grüße zu dir.

    Gefällt 2 Personen

    1. mit dem frühling wollen und können sie natürlich nicht mithalten 🙂
      wenn sie das wintergrau vertreiben, bin ich schon glücklich.
      die osterwassergeschichte ist toll! das kannte ich nicht.
      da könnte man auch sagen, dass wer sich die osterseife selber holt und dabei nicht spricht, in jedem alter schön bleibt.
      🙂
      genz lieben dank dir!

      Gefällt 1 Person

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